Grammaturgrammatik der Kritik

Grammatikgrammatur der Kritik

Fotografie, Installationen, Skulptur, Text

»Grammatikgrammatur der Kritik« | Fuzzy Space | 02.08.2013 – 31.08.2013

Was ist Wert? Und was ist der Wert der Kritik? Und was ist der Wert der Kritik der politischen Ökonomie? Und was ist die Kritik am Wert der Kritik der politischen Ökonomie wohl wert? Sicher scheint nur, dass eine isolierte Bestimmung der Kategorien »Kritik«, »Wert« und »politische Ökonomie« kaum etwas über aktuelle komplexe gesellschaftliche Diskurse aussagen. Erst das In-Beziehung-Setzen der Kategorien zueinander ermöglicht eine seriöse Analyse ökonomischer, ökologischer und sozialer Prozesse.

Grammatikgrammatur der Kritik

Die Ausstellung »Grammaturgrammatik der Kritik« untersucht daher weder einen isolierten Kritik- oder Wertbegriff, noch die Ergebnisse der politischen Ökonomie, sondern die Art und Weise ihrer jeweiligen Fragestellung. Dabei geht es nicht um das, was die jeweiligen Kategorien beschreiben, sondern um den Bereich dessen, was sie überhaupt sehen können. Insbesondere die Art und Weise, wie sie noch vor jeder besonderen Untersuchung das Feld ihrer Gegenstände konstituieren, steht im Fokus der Ausstellung. Diese Konstitution, von den gesellschaftlichen Verhältnissen bedingt, erscheint häufig als Trugbild, das erst im Spiegelbild der Ausstellung als Zerrbild entlarvt wird.

Es gilt daher als die Hauptaufgabe der Kritik, das Diskurssystem kenntlich zu machen, ohne sich selbst hinter blinden Flecken zu verstecken. Die Kritik der Kritik der politischen Ökonomie bedeutet, das System zu kritisieren und das theoretische Feld, dem es seine scheinbare Plausibilität verdankt, aufzulösen. An dieser Stelle treffen sich Erkenntniskritik und Analyse kapitalistischer Produktionsverhältnisse, denn keines ist ohne das andere möglich.